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Brennerbasistunnel (BBT) – Infrastrukturprojekt von europäischer Bedeutung
hier:
Daten/Fakten und Folgerungen/Maßnahmen
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Eckpunkte |
Daten/Fakten |
Folgerungen/Maßnahmen |
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Ziel |
Ausbau einer ressourceneffizienten und nachhaltigen Transportweges durch
die sensible Alpenregion |
Kernstück des Bahnkorridors von München nach Verona |
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Historie |
1986
– die Idee eines Europatunnels von Garmisch/DEU bis Sterzing/ITA mit
einer Länge von 100 bis 150 km wird geboren. |
Prüfung eines Basistunnels mit Umfahrung Innsbruck als Ausgangspunkt. |
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1988
– im Ergebnis der Brennerstudie wird empfohlen, einen Tunnel zwischen
Innsbruck/AUT und Franzensfeste/ITA zu bauen. |
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2005
– Gründung der Brenner-Basistunnel AG |
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2009
– Österreich, Italien und Deutschland segnen das „Memorandum of
Unterstanding“ zum Ausbau der Brennerbahnlinie ab. |
Die
Grundsatzvereinbarung unter Federführung des EU-Koordinators für den
Brennerbasistunnel, Karl van Miert, schreibt die verkehrspolitischen
Rahmenbedingungen fest. Erarbeitet unter Mitwirkung der
Brenner-Korridor-Plattform (BCP*) |
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18.
April 2011 – nach 25 Jahren Planung wird die Phase III, die
Hauptbauphase, mit einem feierlichen Akt eingeleitet. |
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2016
– geplanter Baubeginn des Hauptstollens |
geplante Bauzeit 3 Jahre |
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≥
2025 – geplante Inbetriebnahme des BBT |
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Die
Verweigerung von Edmund Stoiber verhindert Beteiligung Deutschlands bis
heute. |
Damals galt die Verweigerung einer Absicht, heute ist das Vorhaben Fakt.
Das bedeutet, dass die Positionierung Deutschlands, zum Wohle von Mensch
und Natur, politisch neu überdacht werden muss. |
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Technische Daten |
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Zugang in
AUT: Innsbruck-Wilten
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Zugang in
ITA: Franzensfeste
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Tunnellänge:
55 Kilometer
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Anzahl der
Röhren: 2
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Leistungsfähigkeit der Strecke: statt 280 Züge 400 Züge täglich
(alle 3,6 Minuten ein Zug) |
Geplanter Mischverkehr von Personen- und Güterzügen beeinträchtigt auf
Grund der unterschiedlichen Geschwindigkeiten die Streckenkapazität.
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Fahrzeit |
Bozen-Innsbruck: 50 min mit dem Personenzug |
Die
bisherige Fahrzeit beträgt 2 Stunden. |
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Kosten |
9,7
Milliarden Euro (Preisbasis: 2009) |
Prognostizierte Kosten: 15 Milliarden Euro |
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Kostenträger |
Europäische Union – 27 Prozent
Österreich – 36,5 Prozent
Italien – 36,5 Prozent |
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Zulaufstrecken/AUT |
1.
Innsbruck
Hbf unterirdisch zum Brennerbasistunnel
2.
Umgehungsstrecke von Innsbruck |
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Nordzulauf von München bis Kufstein |
1.
Route:
Garmisch – Mittenwald – Seefeld (129 km) |
Direkteste Route, wobei die Planungen nicht weiterverfolgt wurden. |
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2.
Route:
Grafing – Rosenheim – Kufstein (165 km) |
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Vierspuriger
Ausbau der Strecke München – Grafing (Züge der Münchner S-Bahn werden
vom Fernverkehr getrennt). Kapazität der Strecke von 275 Zügen pro
Tag.
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Keine Pläne
für den bayerischen Ausbau der Inntaltrasse. 2009 sagte der BMfV
Tiefensee gegebenenfalls für einen Ausbau zu sorgen, wenn nach der
Realisierung des BBT das Verkehrsaufkommen tatsächlich deutlich
steigt. |
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Nordzulauf von Kufstein nach Innsbruck |
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2004 –
Mindestens zweispuriger Ausbau der Unterinntaltrasse zur Entlastung,
wobei 37 km unterirdisch verlaufen.
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Wörgl/Hbf –
Abzweig nach Salzburg und damit Entlastung der Strecke von Wörgl über
Kufstein nach Rosenheim |
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1994 –
Gründung der Brenner Eisenbahn GmbH
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Ende 2011 –
Fertigstellung des Bauabschnittes
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Erwarteter Nutzen |
Verlagerung des Schwerverkehrs von der Straße auf die Schiene mit den
Folgen:
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Abbau von
Lärm und Abgasen für Mensch und Natur
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Förderung
des Tourismus in der Alpenregion
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Steigerung
der Kapazität
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Zeitersparnis |
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Kritik |
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Umstieg auf
die Schiene kann aus Wettbewerbsgründen weder durch Erhöhung der Maut
noch Geschwindigkeitsbegrenzungen für LKW erzwungen werden.
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Es gibt kein
verkehrspolitisches Konzept für leistungsfähige Zufahrten, um die
Tunnelkapazitäten gut nutzen zu können.
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Anfahrt von
München oder Salzburg über Rosenheim und Kufstein ist einem solchen
Ansturm nicht gewachsen und soll vorerst auch nicht ausgebaut werden.
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Deutschland,
als Hauptverursacher und -profiteur des Transits, ist an Finanzierung
nicht beteiligt. |
Der
BBT ist kein isoliertes Projekt von AUT und ITA. Es wird ausstrahlen
auf das Straßen- und Schienennetz in der Region Rosenheim und
Oberinntal. Mit der zu erwartenden Zunahme des Verkehrs, wird die
Lärm- und Abgasbelastung für Mensch und Natur steigen. |
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