Resolution zum Schienenverkehr durch das Inntal:
 
 
Sehr geehrter Herr Bundesverkehrsminister Dr. Ramsauer,

die Gemeinden des Inntals müssen feststellen, in Tirol und Italien wird durch den Bau des Brenner-Basistunnels und seiner Zulaufstrecken ein Eisenbahnprojekt realisiert, das erhebliche Auswirkungen auf das bayerische Inntal erwarten lässt. Unsere Bevölkerung hat den Eindruck, auf deutscher Seite wird diese Situation nicht ernsthaft wahrgenommen. Die von Ihrem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung im Rahmen der Bedarfsplanung für den Schienenverkehr in das Internet gestellte Trassenüberlegungen verstärken den Eindruck von Situationsunkenntnis und fehlender Sensibilität hinsichtlich der Beteiligung der betroffenen Gemeinden.

Wir fordern Sie daher auf:

  • umgehend Planungen in Auftrag zu geben, die aussagefähige Fakten ermitteln und Möglichkeiten aufzeigen, wie der Schienenverkehr zukünftig durch das Inntal geführt werden könnte.
  • Eine frühzeitige Beteiligung der Gemeinden bei allen Überlegungen und vor allen Entscheidungen zu gewährleisten, so wie dies in Tirol bei deren Bahnprojekt im Dialogverfahren vorbildlich praktiziert wurde.

Wir akzeptieren nur aktiven Lärmschutz. Sollten die Planungen ergeben, dass die vorhandene Trasse ausreichend ist und nur die Zugfrequenz zu erhöhen ist, fordern wir Lärmschutzmaßnahmen, wie sie für Neubaustrecken üblich sind.

Werden Neubaustrecken in Erwägung gezogen, fordern wir grundsätzlich eine Untertunnelung der Strecke, weil für oberirdische Trassen im Inntal kein Platz vorhanden ist.

Sehr geehrter Herr Minister Ramsauer, der Unmut in der Bevölkerung hinsichtlich der Lärmbelastung durch den Schienenverkehr und die weitere Entwicklung dazu , wächst von Tag zu Tag. Setzen Sie jetzt ein Zeichen für Klarheit und Kooperation.

Wir erwarten eine sofortige Umsetzung unserer Anliegen und Forderungen und baldige Antwort.

Ihre Inntalgemeinden